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4 Jahre Bürgerkrieg in Syrien

15. März 2015 - Internationales

Im März 2011 begannen die vom sog. arabischen Frühling inspirierten friedlichen Proteste gegen das Assad-Regime in Syrien, die schnell in den immer noch von allen Beteiligten brutal geführten Bürgerkrieg mündeten. Aus einer vormals zumindest ansatzweise einheitlichen Opposition wurden nach und nach zersplitterte und sich auch gegenseitig bekämpfende Gruppierungen unterschiedlicher politischer, ideologischer und religiöser Ausrichtung. Die Wurzeln des Islamischen Staates sind ebenfalls im syrischen Bürgerkrieg zu finden.

Bis heute kamen rund 220.000 Menschen bei den Kämpfen ums Leben, 4 Millionen Syrer haben in den Nachbarländern Zuflucht gesucht und weitere 7,6 Millionen gelten als Binnenflüchtlingen. In einem Bericht (siehe Quellen) werfen 21 Hilfsorganisationen den Vereinten Nationen massives Versagen bei der Lösung des Konflikts sowie der Unterstützung der davon betroffenen Menschen vor. Verantwortlich für den Status Quo ist dabei vor allem die Uneinigkeit der Mitgliedstaaten - auch beeinflusst durch divergierende geopolitische Interessen. Der Westen und insbesondere die USA haben diametral andere Vorstellungen der Zukunft Syriens, als beispielsweise Russland oder China.

Die geforderte politische Lösung mag zwar wünschenswert sein, es stellt sich jedoch die Frage, inwieweit eine solche überhaupt realistisch sein kann. Abgesehen vom kaum verhandlungsbereiten Islamischen Staat wird ein durch religiöse wie ethnische Differenzen aufgeladener Konflikt ohne massiven äußeren Druck kaum lösbar sein. Insgesamt stellt sich die Lage in Syrien als wenig hoffnungsvoll dar und lässt erwarten, dass der Bürgerkrieg noch längere Zeit fortdauern wird.

Quellen:

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