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Anschlag in Tunesien

20. März 2015 - Internationales

Tunesien - die Geburtsstätte des arabischen Frühlings - hat trotz unruhiger Zeiten einen vergleichsweise geregelten Übergang zu demokratischen Strukturen geschafft. Auch wenn das Land nie völlig frei von terroristischen Akten war, ließen sich diese halbwegs auf das tunesisch-algerische bzw. tunesisch-libysche Grenzgebiet eindämmen. Ein schwerer Anschlag auf das Nationalmuseum von Bardo in Tunis könnte die bisher positive Entwicklung des Landes jedoch gefährden. Die knapp 20 Opfer waren zum Großteil Touristen. Die Bevölkerung von Tunis hat auf einer Demonstration die Solidarität mit den Opfern ausgesprochen und sich zur bestehenden freiheitlichen Ordnung bekannt.

Inzwischen scheint sich eine mit dem Islamischen Staat in Verbindung stehende Gruppierung zu dem Anschlag bekannt zu haben. Es wird sich die Fragen stellen, wie die Regierung auf diese Art der Bedrohung reagieren wird. Sollte sie dem bekannten Reflex folgen und Gesetzte verschärfen sowie Freiheitsrechte einschränken, könnte der Weg in neues autoritäres Regimes bereitet sein. Wenn dagegen weitere Anschläge folgen, drohen dem nordafrikanischen Land schwere wirtschaftlichen Schäden durch weiter rückläufige Tourismuszahlen und sinkende Investitionen. Es wird eines sehr überlegten Vorgehens bedürfen, um das Land auf dem bisherigen Kurs halten zu können.

Quellen:

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