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UNHCR: Rekordzahlen bei Asylsuchenden

06. April 2015 - Internationales, Gesellschaft

Die Zahl der Asylsuchenden in den Industriestaaten erreichte nach einem Bericht des UNHCR im Jahr 2014 mit ca. 866.000 Anträgen den höchsten Stand seit 1992 und stellt die vierte Steigerung in Folge dar. Ein erheblicher Teil der Menschen - 714.000 (knapp 83%) - suchten Ihr Heil in Europa, was vor allem den geografischen Gegebenheiten geschuldet ist. In den USA und Kanada wurden dagegen 134.000 Anträge gestellt, während sich der verbliebene Saldo von etwas über 17.000 Menschen auf die anderen Industriestaaten verteilte.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Änderung des Rankings der Herkunftsländer von Asylsuchenden zwischen 2010 und 2014:

Land 2010 2011 2012 2013 2014  
Syrien 20 13 2 1 1  
Irak 4 3 7 3 2  
Afghanistan 2 1 1 4 3  
Serbien/Kosovo 1 4 3 5 4  
Eritrea 11 10 10 8 5  
Pakistan 8 5 5 6 6 6
China 3 3 2 4 10 7
Nigeria 9 9 12 11 8  
Iran 7 6 8 9 9  
Somalia 6 8 9 7 10  
Russland 5 7 6 2 11  
Albanien 34 35 17 12 12  
Staatenlos 24 36 28 13 13  
Ukraine 57 58 53 52 14  
Mexiko 17 12 11 14 15  

Wenig überraschen wird, dass mit Syrien, dem Irak und Afghanistan drei Länder mit lang andauernden und weiterhin ungelösten Bürgerkriegen bzw. inneren Konflikten das Ranking dominieren.

In absoluten Zahlen wurden 2014 in Deutschland mit 173.000, den USA mit 121.000 und der Türkei mit knapp 88.000 die meisten Anträge gestellt. In Relation zur einheimischen Bevölkerung leisten Schweden (24 Asylsuchenden pro 1000 Einwohner), Malta (17/1000), Luxemburg (12/1000) und die Schweiz (12/1000) den höchsten Beitrag.

Zu beachten ist, dass sich die Zahlen lediglich auf die gestellten Anträge beziehen, Zahlen über die Anerkennung werden in dem Bericht nicht geliefert. Ferner sind asylsuchende Menschen nicht mit (Kriegs-)Flüchtlingen an sich gleich zu setzten, auch wenn die Zahlen sicherlich im Zusammenhang stehen.

Quelle:

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