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Ebola: Trotz sinkender Fallzahlen keine Entwarnung

11. April 2015 - Internationales, Wissenschaft

Die Problematik der Seuche Ebola ist hierzulande inzwischen fast vollkommen aus dem öffentlichen Interesse verschwunden, was auf den ersten Blick auch nicht weiter verwundert: die Zahl der wenigen erkrankten Westler hat sich nicht weiter erhöht und auch die hauptsächlich betroffenen afrikanischen Länder - Liberia, Sierra Leone und Guinea - können stark rückläufige Fallzahlen aufweisen.

Die WHO sieht Ebola aber trotz der Erfolge weiterhin als eine große Gefahr und rät dringend dazu, die eingesetzten Maßnahmen zur Eindämmung - wie Quarantäne für Reiserückkehrer, Gesundheitskontrollen bei der Einreise oder die Streichung von Flügen - noch weiter aufrechtzuerhalten. Die Maßnahmen haben natürlich entsprechende negative wirtschaftliche Auswirkungen, so dass hier Sicherheits- und Wirtschaftsinteressen aufeinander prallen. Erste Länder sowie einige regionale Flugunternehmen haben die Maßnahmen bereits zurückgenommen.

Auf Grund des hohen Infektionsrisikos bleibt Ebola weiterhin eine nicht zu unterschätzende Gefahr, die trotz aller positiven Tendenzen schnell wieder eine größere Verbreitung finden könnte. Eine potenzielle Übertragung über einen sexuellen Kontakt mit einem Ebolaüberlebenden mehrere Monate nach dessen Genesung gibt durchaus Anlass zu Sorge, da in diesem Fall die bisherigen Maßnahmen komplett ins Leere laufen würden.

Am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf wurde eine klinische Studie zur Wirksamkeit eines Impfstoffes gegen Ebola vorgestellt. Auch wenn bisher die entscheidenden Feldstudien noch ausstehen, scheint sich die Entwicklung auf dem richtigen Weg zu befinden. Bis die Forschungen abgeschlossen sind und vor allem bis eine nennenswerte Impfquote in den betroffenen Ländern erreicht ist, wird noch viel Zeit vergehen.

Quellen:

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