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Weltgrößtes Flüchtlingslager vor dem Ende

15. April 2015 - Internationales

Rund um die kenianische Stadt Dadaab befinden sich fünf Flüchtlingslager, die zusammen das weltgrößte seiner Art bilden. Die meisten Flüchtlinge stammen aus dem durch den immer noch schwelenden Bürgerkrieg gezeichneten Somalia. Kenias militärisches Engagement im Nachbarland wurde vom dortigen Hauptgegner - der radikal-islamischen Al-Shabaab-Miliz - mit mehreren blutigen Anschlägen in Kenia beantwortet. Das letzte Massaker mit knapp 150 Toten richteten die Islamisten Anfang April 2015 in einer Universität an.

Dieser Anschlag wurde von der kenianischen Regierung zum Anlass genommen, das Flüchtlingslager in den nächsten drei Monaten aufzulösen und die geschätzt 335.000 Menschen wieder in ihr Heimatland zurückzuschicken. Dieser Akt ist aber nur das Ende einer längeren, sich hochschaukelnden Entwicklung. Mit jedem Terrorangriff der Al-Shabaab-Miliz standen die i.d.R. ebenfalls muslimischen somalisch-stämmigen Kenianer sowie die Flüchtlinge mehr und mehr unter Generalverdacht. Dazu kamen noch Probleme mit der Sicherheit in und um Dadaab sowie Versuche der Al-Shabaab-Miliz im Flüchtlingslager Unterstützer zu rekrutieren.

Der Vereinten Nationen haben die kenianische Regierung eindringlich gebeten, die Entscheidung zu überdenken, würde sie doch für die Betroffenen eine Katastrophe bedeuten.

Quellen:

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