Diese Webseite verwendet Cookies. Diese werden z.B. für statistische Zwecke verwendet. mehr Informationenschließen
Aufklappen
Zuklappen

Archiv

2014 (65)
2013 (151)

Hoffnung für Libyen?

05. Mai 2015 - Internationales

Im seit dem Sturz Gaddafis 2011 mehr und mehr im Bürgerkrieg versinkenden Libyen könnte es einen keinen Hoffnungsschimmer geben. Das in Tobruk ansässige, vom Westen anerkannte Parlament hat anscheinend dem am 27. April vom UN Sondergesandten Bernardino Leon vorgeschlagenen Lösungsvorschlägen grundsätzlich zugestimmt. Bis es zu einer Stabilisierung des Landes kommen könnte, wird aber noch viel Verhandlungsgeschick notwendig werden, da es noch weitreichende Differenzen zwischen den Bürgerkriegsparteien gibt und nicht sicher ist, ob überhaupt eine nachhaltige Einigung gefunden wird.  

Selbst wenn sich die beiden Hauptbürgerkriegsparteien verständigen können, bleiben noch andere, im Zuge der Entstaatlichung entstandene Gruppierungen, u.a. auch ein Ableger des Islamsischen Staates in Libyen, welcher verstärkt durch Anschläge und Morde auf sich aufmerksam macht, im letzten Monat u.a durch die Exekution von 28 Christen, welche - vergleichbar zum Vorbild aus Syrien bzw. dem Irak - in Form von Videos dokumentiert wurde und zu propagantistischen Zwecken genutzt werden wird.

Die Lage in Libyen begünstigt auch seit längerem Menschenschlepper, die ohne Rücksicht auf Verluste verzweifelte Menschen in kaum seetüchtigen Schiffen gen Europa senden und dabei auch die zunehmende Zahl an Toten in Kauf nehmen. In der Diskussion über Europas Rolle bei der Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer wird die Entwicklung Libyens jedoch so gut wie gar nicht thematisiert.

Quellen:

Die Kommentarfunktion ist für diesen Artikel deaktiviert.

0 Kommentare