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07. Februar 2016

Klimawandel: 2015 neues Wärmerekordjahr

Nach den Daten der WMO (World Meteorological Organization) war 2015 das wärmste Jahr seit Aufzeichnungsbeginn und hat die Werte der vorindustriellen Zeit um über 1° Celsius überschritten. Damit toppt 2015 das bisherige Rekordjahr 2014. Den Prognosen nach könnte 2016 einen weiteren Wärmerekord aufstellen. Neben den weiterhin hohen Treibhausgasemission war auch das Klimaphänomen El Niño verantwortlich für diese Entwicklung.

Ursachen wie Auswirklungen des Klimawandels werden immer wieder heftig diskutiert. Dennoch zweifeln kaum noch ernst zu nehmende Wissenschaftler an der Existenz des Klimawandels an sich. Bei konkreten Maßnahmen sieht es dagegen schon wieder anders aus, lässt sich die Politik doch mehr von kurzfristigen wirtschaftlichen Interessen leiten, als von einer langfristig orientierten Planung. Dazu kommt, dass über die langfristigen Folgen des Klimawandels teils konträre Meinungen existieren, was schlicht und einfach der hohen Komplexität des Weltklimas geschuldet ist.

Schon jetzt spürbare Folgen des Klimawandeln

Dass die Auswirkungen des Klimawandels nicht nur die lange Sicht betreffen, soll an den folgenden Beispielen dargestellt werden:

  • Zunahme von klimabedingten Naturkatastrophen: hierzu gehören insbesondere jegliche Art von extremen Wetterphänomenen. Für Deutschland sei auf die massiven Überschwemmungen (2006, 2010, 2013), der Hitzewelle (2015) oder die Orkane (2013, 2014, 2015) verwiesen. Auch wenn es genannte Wetterereignisse schon immer gab, ist doch statistisch eine spürbare Zunahme zu verzeichnen (vgl. hier)
  • Neue Krankheiten: Aufgrund der Klimaerwärmung konnten sich in Europa bereits jetzt Überträger von bisher nur in Tropenregionen vorkommenden Krankheiten festsetzen. Die asiatische Tigermücke hat ihr ursprüngliches Habitat erweitern können und sich in Italien, Südfrankreich, der Balkanregion, Spanien und dem Süden Deutschlands festgesetzt. Sie kann das Chikungunya- sowie Dengue-Fieber übertragen. Die Infektionen stellen bisher in Europa Einzelfälle dar, jedoch kann bei anhaltender Entwicklung von einer deutlichen Zunahme ausgegangen werden.
  • Steigender Migrationsdruck: Schwere Auswirkungen des Klimawandels werden vor allen in den sog. dritte Welt (u.a. Subsahara-Afrika) Staaten erwartet. Dies wird die Menschen aus diesen Ländern aus reinem Überlebenstrieb zwingen, sich auf die gefährliche Reise nach Europa zu machen. Selbst mit sehr hohen Investitionen aus klimatisch besser gestellten Ländern wird diese Entwicklung kaum aufzuhalten sein.

Selbstverständlich sind die genannte Beispiele nie monokausal auf den Klimawandel zurückzuführen. Dafür sind die Effekt zu komplex und sollten immer einer detaillierten Betrachtung unterzogen werden. Nichtsdestotrotz sind die Folgen des Klimawandels ein treibender Faktor in der Gesamtentwicklung, der durchdachter und global angelegter Lösungen bedarf. Aufgrund wirtschaftlicher, politischer und gesellschaftlicher Interessen, der vermeintlich erst in ferner Zukunft spürbaren Folgen sowie diversen akuten politischen Krisen, tut sich die Weltgemeinschaft schwer, wirklich durchgreifende Maßnahmen zu treffen.

02. Mai 2015

Mangelhafter Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen

Eine Studie der WHO vergleicht die staatlichen Maßnahmen in 133 Ländern zur Eindämmung der zunehmenden Antibiotika-Resistenzen und offenbart einen weiterhin großen Handlungsbedarf. Auch wenn die Notwendigkeit aktiv zu Handeln bei vielen Regierungen angekommen ist, verfügen nicht mal ein Viertel der beteiligen Länder über Programme zu diesem Thema. Auch das Monitoring der Entwicklung kommt die vielen Ländern zu kurz, was häufig auf mangelnde Infrastruktur, zu geringe Laborkapazität sowie schlechtes Datenmanagement zurückzuführen ist.

Auf Konsumentenseite ist der Glaube, Antibiotika würden gegen alle Viruserkrankungen - z.B. gegen eine banalen Erkältung - helfen, immer noch weit verbreitet. Daneben stellt der rezeptfreie Verkauf von Antibiotika weltweit ebenfalls ein großes Problem dar. Verschärft wird die Thematik zusätzlich durch eine häufig falsche Einnahme der Medikamente. Ein weiterer kritischer Bereich sind die schleppend vorankommenden Präventionsmaßnahmen gegen Krankenhausinfektionen. Im Report nicht explizit genannt wird der massive Einsatz von Antibiotika bei der Tierzucht.

In der EU bündelt das European Antimicrobial Resistance Surveillance Network (EARS-Net) die Monitoringergebnisse aller Mitgliedsstaaten. Immerhin 40% der europäischen Staaten (EU und nicht EU) verfügen über umfassende Programme. In anderen Weltregionen, insb. Afrika, aber auch in Nord- und Südamerika, ist die Entwicklung noch weit hinterher. Einschränkend sollte noch erwähnt werden, dass die Existenz von entsprechenden staatlichen Maßnahmen noch lange nichts über deren Effektivität aussagt.

Um das Szenario einer Post Antibiotika Ära abzuwenden, werden noch viele Anstrengungen notwendig werden.

Quellen:

06. April 2015

UNHCR: Rekordzahlen bei Asylsuchenden

Die Zahl der Asylsuchenden in den Industriestaaten erreichte nach einem Bericht des UNHCR im Jahr 2014 mit ca. 866.000 Anträgen den höchsten Stand seit 1992 und stellt die vierte Steigerung in Folge dar. Ein erheblicher Teil der Menschen - 714.000 (knapp 83%) - suchten Ihr Heil in Europa, was vor allem den geografischen Gegebenheiten geschuldet ist. In den USA und Kanada wurden dagegen 134.000 Anträge gestellt, während sich der verbliebene Saldo von etwas über 17.000 Menschen auf die anderen Industriestaaten verteilte.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Änderung des Rankings der Herkunftsländer von Asylsuchenden zwischen 2010 und 2014:

Land 2010 2011 2012 2013 2014  
Syrien 20 13 2 1 1  
Irak 4 3 7 3 2  
Afghanistan 2 1 1 4 3  
Serbien/Kosovo 1 4 3 5 4  
Eritrea 11 10 10 8 5  
Pakistan 8 5 5 6 6 6
China 3 3 2 4 10 7
Nigeria 9 9 12 11 8  
Iran 7 6 8 9 9  
Somalia 6 8 9 7 10  
Russland 5 7 6 2 11  
Albanien 34 35 17 12 12  
Staatenlos 24 36 28 13 13  
Ukraine 57 58 53 52 14  
Mexiko 17 12 11 14 15  

Wenig überraschen wird, dass mit Syrien, dem Irak und Afghanistan drei Länder mit lang andauernden und weiterhin ungelösten Bürgerkriegen bzw. inneren Konflikten das Ranking dominieren.

In absoluten Zahlen wurden 2014 in Deutschland mit 173.000, den USA mit 121.000 und der Türkei mit knapp 88.000 die meisten Anträge gestellt. In Relation zur einheimischen Bevölkerung leisten Schweden (24 Asylsuchenden pro 1000 Einwohner), Malta (17/1000), Luxemburg (12/1000) und die Schweiz (12/1000) den höchsten Beitrag.

Zu beachten ist, dass sich die Zahlen lediglich auf die gestellten Anträge beziehen, Zahlen über die Anerkennung werden in dem Bericht nicht geliefert. Ferner sind asylsuchende Menschen nicht mit (Kriegs-)Flüchtlingen an sich gleich zu setzten, auch wenn die Zahlen sicherlich im Zusammenhang stehen.

Quelle:

30. März 2014

Zeitumstellungsunsinn

In der gestrigen Nacht wurden mal wieder die Uhren verstellt, diesmal eine Stunde nach vorne, um die sog. Sommerzeit einzustellen, entsprechend abweichend von der Normal- bzw. Winterzeit. Die Idee dahinter zielt auf Energieeinsparungen ab. Die Effekte sind aber inzwischen kaum nachweisbar, oder tendieren je nach Blickwinkel sogar in die gegenteilige Richtung.

Unstrittig ist dagegen, dass die meisten Menschen einige Tage benötigen, um sich an die verschobene Zeit zu gewöhnen. Unkonzentrierte Schüler, verringerte Produktivität von Arbeitnehmern sowie generell erhöhte Gesundheitsrisiken können die Folgen sein.

Insgesamt ergibt sich also das Bild einer Maßnahme, die keinen erkennbaren Nutzen bringt, jedoch durch verschiedene Studien nachgewiesene Risiken für die Menschen in sich birgt. Die Bundesregierung hat dies zwar generell erkannt, verweist aber auf eine 2002 eingebrachte Regelung zur Sommerzeit und will daran festhalten, solange es keine EU-weiten Bestrebungen zur Abschaffung gibt.

Quellen:

08. März 2014

Internationaler Frauentag 2014

Der unter dem langen Titel "Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden" jeweils am 8. März begangene UNO-Feiertag soll an den lang in die Geschichte zurückreichenden Kampf für eine Aufwertung der Rechte und Lebensbedingungen von Frauen weltweit erinnern.

Die Vereinten Nationen haben heute auch die "He for She" Kampagne gestartet, die Männer dazu aufruft, für die Rechte ihrer Mütter, Schwestern und Töchter zu kämpfen.

Auch wenn die Entwicklung von mehr Rechten für Frauen Fortschritte macht, ist eine völlige Gleichberechtigung noch lange nicht erreicht, auch nicht in Europa. Dabei sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass Gleichberechtigung ein nicht zu verachtender wirtschaftlicher Faktor ist. In fortschrittlichen Ländern erbringen Frauen wichtige Beiträge,  u.a. in der Wissenschaft, der Ökonomie oder im kulturellen Bereich. In Zeiten weltweit zunehmender Konkurrenz wäre es äußerst nachlässig dieses Potenzial nicht auszuschöpfen.

Quellen:

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