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27. Juli 2018

Whatsapp und die DSGVO

Die an 25.05.2018 in Kraft getretene Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) hat sich zum Ziel gesetzt, den Datenschutz für Verbraucher zu verbessern. Und während sich vor allem lokale kleine und mittelständische Unternehmen mit den nicht immer einfach umzusetzenden Regelungen herumschlagen, scheint die DSGVO gerade einem Konzern in die Hände zu spielen, dem ein angemessener Umgang mit den Daten seiner Benutzer sicherlich gut getan hätte: Facebook. Hintergrund ist, dass für Whatsapp – seit 2014 Teil von Facebook – auf Grund der DSGVO die Datenschutzrichtlinien von Irland gelten und nicht mehr wie bisher die strengeren deutschen Regelungen. So war die Datenweitergabe von Whatsapp an Facebook bisher untersagt. Bisher ist nicht bekannt, ob Whatsapp zukünftig die Daten mit Facebook teilen wird, naheliegend wäre es.

Welche Daten erfasst Whatsapp?

Auch wenn Whatsapp kostenlos angeboten wird, am Ende wird – wie fast immer bei kostenlosen Diensten – mit Daten bezahlt, die dann in irgendeiner Form für Werbe- oder andere Zwecke genutzt werden. Dazu gehört die auf den ersten Blick harmlose Information, wer mit wem in Kontakt steht:

Aber auch, wie das mobile Gerät generell zur Kommunikation genutz wird:

Und der Standort:

Werden Daten mit Facebook und anderen Unternehmen geteilt?

Das ist eine sehr spannende Frage, zu der es keine definitive Antwort gibt. Liest man sich die aktualisierten Nutzungsbedingungen von Whatsapp durch, findet mindestens ein Datenaustausch mit Facebook statt. Auch für die Teilung der Daten mit Dritten findet sich ein vager Passus.

Fazit

Selbst wenn man der 2015 eingeführten Ende-zu-Ende vertraut, ist die Datensammelwut von Whatsapp immer noch erheblich. Facebook kann man hier schwerlich einen Vorwurf machen, basiert doch das komplette Geschäftsmodell auf der Sammlung und Verwertung von Daten. Der Skandal um Cambridge Analytica zeigt expemplarisch, dass Daten zu weit mehr als nur der Einspielung perfekt abgestimmter Werbung oder der Verbesserung des Nutzerlebnisses verwendet werden.

Nachtrag: Whatsappnutzer unterliegen auch rechtlichen Risiken, stellt doch die Weitergabe der Telefondaten aus dem Adressbuch ohne die Zustimmung der Betroffenen einen Verstoß gegen den Datenschutz dar

Die Screenshots stammen von den Nutzungsbedingungen von Whatsapp (Stand 23.07.2018).

19. März 2014

Irritierender Artikel

Ein vorgestern auf heise.de veröffentlichter Artikel mit dem durchaus drastischen Titel "Hunderte Typo3-Webseiten gehackt" verursacht einige Verunsicherung bei Nutzern des beliebten Content Management Systems TYPO3 .  

Was sich aufs erste Lesen als ziemlich massives Problem darstellt, relativiert sich nach Aussagen der TYPO3-Association sowie zahlreicher TYPO3-User und -Agenturen sehr schnell.

Anders als die Überschrift vermuten lässt, sind nicht nur TYPO3-Webseiten betroffen, sondern ebenso allerlei andere Systeme. Von den betroffenen TYPO3-Versionen scheinen lediglich veraltete Versionen für die Verbreitung von Spam genutzt worden zu sein. Auch bei der erwähnten LTS 4.5 Version scheinen nur alte - also älter als Version 4.5.32 - betroffen sein. Ganz abgesehen davon, dass aktuell noch nicht einmal bekannt ist, ob sich die Hacker überhaupt über das CMS oder vielleicht über ganz andere Wege - FTP, Server...- Zugang zu den Systemen verschafft haben. Selbst die genannten Zahlen scheinen nicht sonderlich glaubwürdig zu sein.

Von heise.de erwartet man eigentlich gut recherchierte und vernünftige formulierte Artikel und keine auf TYPO3-bashing abzielenden Vermutungen. Dass die Marke TYPO3 konsequent falsch geschrieben wird, ist ja verzeihlich. Den Eindruck zu erwecken, dass das System an sich unsicher sei und dabei auf eine derart schwache Faktenlage zu bauen ist enttäuschend.

Letztendlich gilt - und zwar unabhängig ob man mit Drupal, Joomla, TYPO3, Wordpress oder anderer Software arbeitet - dass die Systeme immer auf dem aktuellen Stand gehalten werden sollten. Und egal welche Präferenzen man hat, die bösen Junge sind bei ihrem Handwerk nicht so wählerisch...

Quellen:

10. März 2014

Der Anfang von Ende der Netzneutralität?

Mitte letzten Jahres kam es durch die Ankündigung der Telekom, die Geschwindigkeit von Internetverbindungen ab einem definierten Verbrauch zu drosseln, zu einem heftigen medialen Gegenfeuer. Besonders kritisiert wurden die Pläne, eigene Inhalte bevorzugt auszuliefern.

Die USA sind dem hiesigen Markt wiedereinmal einen Schritt voraus: Der dort äußerst beliebte Streamingdienst Netflix hat vor Kurzem mit Comcast - dem größten Internetprovider der USA - einen Vertrag geschlossen, der Netflixkunden auch weiterhin eine optimale Übertragung sichert. Im Gegenzug wird einiges Geld von Netflix an Comcast fließen.

Es ist zu befürchten, dass weitere Internerprovider versuchen nachzuziehen und ihrerseits Streaminganbieter und vergleichbare Dienste zur Kasse bitten. Sie wollen - wirtschaftliche verständlich - auch von den ständig steigenden Datenmengen sowie den damit verbundenen Umsätzen profitieren.

Durch den Abschluss von Netflix und Comcast ist in den USA allerdings auch der erste Schritt der Beendigung der Netzneutralität - also einer gleichberechtigten Übertragung von Inhalten, unabhängig von der Quelle und dem Ziel - eingeläutet, was immer auch Problematiken im Kontext von Schnüffelei und Zensur mit sich bringt. Wer Datenpakete zahlender Kunden schneller befördern will, muss schließlich bestimmen können, woher diese kommen und muss dazu im Zweifelsfall die Inhalte kennen.

In Europa ist die Netzneutralität in den wenigsten Staaten gesetzlich geregelt. Sollte keine EU-weite Regelung gefunden werden, droht eine vergleichbare Entwicklung wie in den USA.

Quellen:

02. Februar 2014

Win7 - ungültiges Bild

Schon der Start vom Windows 7 ist deutlich langsamer als sonst. Nach dem Login kommt eine Fehlermeldung der Gestalt "ungültiges Bild" (vgl. Bild). Sofern sich das System überhaupt noch nutzen lässt, kommt beim Öffnen so ziemlich jeden Programms ein mehr oder minder gleich lautender Fehler.

Ein Grund für dieses Verhalten kann der Befall mit der Adware Barowwsoe2save (z.B. in Kombination mit der Delta-Toolbar) sein. Barowwsoe2save hängt sich normalerweise als Addon in vorhandene Browser. Bei dem mir vorgelegenen Rechner war in den Browsern selbst keine Spur zu finden. Allerdings hatte es den Anschein, dass Barowwsoe2save in irgendeiner Form in die Rechteverwaltung und/oder die Windowsupdateprozesse eingegriffen und damit das oben beschriebene Verhalten ausgelöst hatte.

Der installierte Virenscanner hatte seine Lizenz verloren und war dadurch inaktiv, was natürlich die Chancen für weitere Malware deutlich erhöht. Der Scanner einer Rescue-CD erkannte die lästige Software nicht, erst ein spezielles Anti-Spyware Programm (in dem Fall Spybot) konnte den Schädling aufspüren. Um diesen zu entfernen, musste ich den Spybot mit der Option "als Administrator ausführen" starten.

Sofern sich kein Anti-Spyware-Programm mehr starten lässt und auch der abgesicherte Modus Probleme bereitet, kann es helfen Windows-Updates zu deinstallieren. In meinem Fall half kommischerweise die Deinstallation des Servicepack 1. Danach konnte ich mich normal einloggen, alle Programme ohne die "ungültiges Bild" Fehlermeldungen starten und Barowwsoe2save entfernen.

09. Dezember 2013

Neue Regeln für die Nutzung elektronischer Geräte in Flugzeugen

Bisher war die Nutzung sog. "tragbarer elektronischer Geräte" - also Handys, Smartphones, Tablets oder E-Reader, kurz PED – (Portable Electronic Devices) - eingeschränkt nur während des eigentlichen Fluges, nicht jedoch während Start, Landung oder am Boden erlaubt. Für PEDs mit einem einschaltbaren Flugmodus hat die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) jetzt neue Leitlinien zu sicheren Nutzung in Flugzeugen beschlossen.

Der Flugmodus besagt, dass das entsprechende Gerät ohne Sende- oder Empfangsverbindung arbeitet und damit nicht zur Kommunikation verwendet werden kann. Bisher gibt es nur wenige Flugzeuge, die während des Fluges auch die Kommunikation - zumindest über ein bereitgestelltes Bordsystem - erlauben. Die EASA plant aber nächsten Jahr auch diesen Punkt einer beschleunigten Sicherheitsüberprüfung zu unterziehen, während Fluggesellschaften ebenfalls der Bedeutung einer verfügbaren Netzverbindung Rechnung tragen und zunehmend Flugzeuge mit entsprechender Technik ausrüsten werden. Gerade bei langen Businessflügen mag sich dieser Service zu einem verkaufsfördernden Argument entwickeln.

Zusammenfassung der Leitlinie
mit Flugmodusohne Flugmodus
Am Bodenjanein
Startjanein
Flugjaja, aber nur in Flugzeugen mit
entsprechender Ausstattung!
Landungjanein

Zusammenfassung der neue Leitlinien.

Am Ende haben die Fluggesellschaften den Ermessensspielraum, die neue Leitlinie umzusetzen und im Zweifelsfall noch an den alten Regel festzuhalten.

Eine Frage bleibt natürlich: Wie will das Flugpersonal prüfen, ob ein PED gerade im Flugmodus arbeitet oder nicht. Realistische Antwort: Gar nicht.

Quellen:

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